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Risikomanagement mit Coronaviren Sars-CoV-2/COVID-19
in Ihrer Zahnarztpraxis

Wir haben einige Informationen zum Umgang mit der neuen
Atemwegserkrankung für Sie zusammengefasst

18.03.20 - Die hier zusammengefassten Informationen sollen die geltenden Hygienebestimmungen für Zahnarztpraxen ergänzen und einen ersten groben Überblick für den Umgang mit der neuen Atemwegserkrankung SARS-CoV-2/ COVID 19 geben.

Nach aktueller Risikobewertung empfiehlt das RKI auf allen Ebenen des öffentlichen Gesundheitsdienstes eine Eindämmungsstrategie durch frühzeitiges Erkennen von Infektionen und die Unterbrechung der Infektionsketten. Spezialisten sind sich noch uneinig über die Verhältnismäßigkeit: Der Hauptübertragungsweg von Mensch zu Mensch ist die Tröpfchen- sowie Schmierinfektion. Eine Übertragung des Coronavirus über unbelebte Oberflächen ist nicht nachgewiesen, kann jedoch nicht ausgeschlossen werden. Wenn es auch derzeit noch keine Therapeutika oder Impfstoffe gibt, so kann jeder durch entsprechendes Verhalten das Risiko einer Infektion minimieren.

Allgemeine Hygienemaßnahmen

Sollten Sie aus einem der Risikogebiete nach Deutschland zurückgekehrt sein oder mit infizierten Personen Kontakt gehabt haben, so empfehlen Fachkreise vor Praxiseröffnung eine Rücksprache mit Ihrem Arzt oder dem Gesundheitsamt. Aufgrund der aktuellen Infektionsgefahr sollte bei Begrüßung auf Händeschütteln und Körperkontakt verzichtet werden. Um eine Tröpfcheninfektion durch das Verteilen von Nasen- und Speichelsekret zu verhindern, werden Einmaltaschentücher bzw. Niesen und Husten in die Armbeuge empfohlen. Dabei sollte man sich möglichst von anderen Personen wegdrehen.

 

Hygieneplan für die Zahnarztpraxis

Hygiene in der Zahnarztpraxis spielt eine wichtige Rolle – in der momentanen Situation mehr denn je. Dahingehend sollten der Hygieneplan  und die internen Arbeitsanweisungen der eigenen Praxis auf Aktualität und Einhaltung hin überprüft werden. Diese sind je nach Praxisschwerpunkt individuell und fallen bei chirurgisch ausgerichteten Praxen anders aus als beispielsweise bei kieferorthopädischen Behandlungsschwerpunkten. Das Praxispersonal sollte durch regelmäßige Schulungen auf dem aktuellen Stand gehalten werden und ggf. überprüft werden, ob Nachschulungsbedarf besteht und Kenntnisse zu Hygiene in der Arztpraxis aufgefrischt werden sollten. Mitarbeiter von Fremdlaboren sind mittelbar einbezogen.

 

Händehygiene

Kommen die Hände mit Keimen in Kontakt, können diese leicht übertragen werden. Um das Risiko einer Ansteckung zu verringern, sollten die Hände regelmäßig und gründlich – etwa 30 Sekunden - gewaschen werden. Überprüfen Sie ggf. Ihre Abläufe und beziehen Sie vor allem auch Ihre Patienten mit ein. So können zusätzliche Hygiene- und Desinfektionsspender am Empfang, im Wartebereich und in den Nassräumen, versehen mit Handhabungshinweisen, das Risiko der Virenübertragung minimieren.

  • eine ausreichende Menge Desinfektionsmittel in die hohlen, trockenen Hände geben
  • die Hände müssen während der Einwirkzeit ständig feucht gehalten werden, evtl. Desinfektionsmittel nachgeben
  • insgesamt sollte die hygienische Händedesinfektion über einen Zeitraum von min. 30 Sek. durchgeführt werden
  • keine Ringe oder Uhren tragen; möglichst kurze unlackierte Fingernägel
  • zusätzliches Waschen der Hände mit Wasser und Seife nur bei sichtbarer Verschmutzung

 

 

Persönliche Schutzausrüstung

Persönliche Schutzausrüstung (PSA) ist der wichtigste Bestandteil des Infektionsschutzes in der Zahnarztpraxis. Sobald ein Mitarbeiter einer Infektionsgefahr ausgesetzt ist, besteht die Pflicht entsprechende Schutzausrüstung zu tragen. Die übliche Arbeitskleidung in der Praxis, oftmals bestehend aus Kasacks, T-Shirt oder Polohemd in Kombination mit weißer Hose, bietet hier wenig Schutz.

Um sich gegen eine erhöhte hohe Keim- und Chemikalien-Belastung im Praxisalltag ausreichend zu schützen, ist zusätzliche Schutzausrüstung notwendig. Hierzu zählen beispielsweise Mund- und Nasenschutz, Schutzbrillen und Schutzhandschuhe. Genauso wichtig ist der Hautschutz: häufiger Kontakt mit Nässe und Desinfektionsmitteln beansprucht die Haut stark. Die Hautreinigung sollte daher möglichst mit milden, hautschonenden Präparaten durchgeführt werden. Zur Pflege sollten Hautpflegemittel (Handcremes) verwendet werden. Aus hygienischen Gründen sollten diese Produkte idealerweise in Spendern zur Verfügung stehen.

 

Reinigung, Desinfektion und Sterilisation

Für die Hände- und Flächendesinfektion kommen chemische Desinfektionsmittel zum Einsatz, deren Wirksamkeit belegt sein muss. Für die Flächendesinfektion kommt hauptsächlich die Wischdesinfektion mit hierfür zugelassenen chemischen Mitteln in Frage. Da eine Übertragung des Coronavirus auf unbelebten Flächen nicht ausgeschlossen werden kann, empfiehlt es sich der Gründlichkeit und den Einwirkzeiten erhöhte Aufmerksamkeit zu widmen.

Übertragungsinstrumente wie Hand- und Winkelstücke werden durch die Patientenbehandlung auch innen kontaminiert. Hierfür gibt es spezielle Geräte für die Instrumentenaufbereitung, welche gleichzeitig auch die Pflege mit zugelassenen Schmiermitteln übernehmen. Thermische Desinfektionsverfahren in sogenannten Thermodesinfektoren ermöglichen eine rationelle gesammelte Desinfektion für Instrumente. Die Gerätesteuerung ermöglicht validierte Aufbereitungsprozesse durch Überwachung von Geräteparametern. Regelmäßige Validierungen und Wartungen gewährleisten die Sicherheit der Reinigungsprozesse Für die Überprüfung des aktuellen Wartungs- und Validierungsstatus stehen wir Ihnen mit entsprechend geschultem Personal gerne zur Verfügung.

Um die Verbreitung von Keimen insbesondere bei invasiven Behandlungen zu minimieren, müssen Instrumente steril vorgehalten werden. Die Sterilisation erfolgt in der Regel durch Sattdampf in Dampfsterilisatoren und Autoklaven. Hierbei muss das Praxispersonal mit der Reihenfolge der Reinigungs- und Sterilisationsabläufe bis hin zur Lagerung sowie Dokumentation und der Gerätehandhabung vertraut sein. Den einwandfreien Sterilisationsprozess ermöglichen auch hier regelmäßige Validierungen und Gerätewartungen nach Angaben der Gerätehersteller. Überprüfen Sie anhand Ihrer Dokumentation vorgenannte Positionen. Sollten Sie sich hinsichtlich evtl. erforderlicher Validierungen, Wartungen oder Betriebsmittel unsicher sein, hilft Ihnen unser technischer Service gerne weiter.

 

Patienten

Für den Umgang mit Patienten gibt es in der aktuellen Infektionslage mit dem Coronavirus für Zahnarztpraxen keine Blaupause. Die Einhaltung von Hygienemaßnahmen in der Zahnarztpraxis schützt allerdings nicht nur Sie und Ihr Praxispersonal vor einer möglichen Infektion, sondern auch Patienten. Individuelle Fachrichtungen und Abläufe erfordern unterschiedliche Maßnahmen. Der Anamneseerhebung kommt zur Begrenzung des Infektionsrisikos und der Ausweitung sicherlich eine große Bedeutung zu.

Bereits bei der Vereinbarung von Patiententerminen können durch Rückfragen Risikopatienten identifiziert werden. Hier ist zu überdenken, ob Behandlungen außerhalb der normalen Sprechzeiten angeboten werden sollten. So können im Vorfeld notwendige Schutzmaßnahmen ergriffen werden. Fachkreise empfehlen zusätzlich nicht lebensnotwendige (chirurgische) Eingriffe zu verschieben und auf einen späteren Zeitpunkt zu verlegen. Unaufschiebbare zahnärztliche Behandlungen von Patienten mit Verdacht auf Erkrankung mit dem Coronavirus SARS-CoV-2/ COVID 19 sind unter Vorsichtsmaßnahmen der Biostoff- und Gefahrenstoffverordnung durchzuführen. Die Einhaltung dieser Verordnung besteht seit Jahren und steht nicht in unmittelbarem Zusammenhang mit der aktuellen Atemwegserkrankung.

Sollte der Praxisbetrieb aus infektionsschutzrechtlichen Gründen oder durch Anordnung von Quarantäne untersagt werden, haben Praxisinhaber und angestellte Mitarbeiter nach § 56 Infektionsschutzgesetz Anspruch auf Entschädigung. Weitere Infos hierzu finden Sie unter https://www.kbv.de/media/sp/PraxisInfo_Coronavirus_Entschaedigung.pdf

 

Zusammenfassung

Die konsequente Einhaltung der dentalspezifischen Hygienebestimmungen schützt Praxispersonal und Patienten. Sie haben generelle Gültigkeit, sollten jedoch in der momentanen Situation besonders strikt eingehalten werden, um die Ausbreitung des Virus zu vermindern. Hierfür ist es wichtig, dass das gesamte Praxispersonal geschult und mit sämtlichen Hygieneprozessen vertraut ist. Es benötigt ausreichend Zeit, die Prozesse zu verinnerlichen und in der Praxis richtig umzusetzen. Die Praxistechnik unterstützt Ihre Hygienebemühungen durch maschinellen Einsatz. Nur regelmäßige technische Wartungen und Validierungen ermöglichen einen regelgerechten Betrieb. Ergänzt durch ein der Infektionslage angepasstes Verhalten, kann nach derzeitigen Erkenntnissen der Vermeidung einer möglichen Infektionsgefährdung mit dem neuen Atemwegsvirus SARS-CoV-2/ COVID 19  entgegen getreten werden.

Sowohl für fachliche Schulungen, wie auch für die Bereitstellung und Wartung Ihrer Praxistechnik, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.


Vertiefende Informationen zum Thema finden Sie unter den folgenden Links:

  • Merkblatt Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

https://www.infektionsschutz.de/fileadmin/infektionsschutz.de/Downloads/Merkblatt-Infektionsschutz-Coronavirus.pdf 

  • Robert Koch-Institut

https://www.rki.de/DE/Home/homepage_node.html

  • Bundesministerium für Gesundheit

https://www.bundesgesundheitsministerium.de/

  • Bundeszahnärztekammer

https://www.bzaek.de/

  • Biostoffverordnung

https://www.infoline-gesundheitsfoerderung.de/fileadmin/infoline/Dokumente/downloads_links_und_literatur/biostoffv_handlungsanleitung.pdf

 

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